6. März 2026

Die Stille hat einen Namen

Mit diesem Gedanken boten Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums vor einem großen Publikum im Emder Rummel eine bewegende Darstellung zum Schicksal junger Emder, die während des NS-Regimes aufgrund von Behinderungen und Erkrankungen zwangssterilisiert oder getötet wurden. Sie galten als „Ballastexistenzen“.
Zuvor wurde der erste Stolperstein zum Gedenken an die bisher noch nicht so stark im Fokus stehenden „Krankenmorde“ am Emder Delft für Gerhard Müller verlegt.

Auszüge aus der Patientenakte des jungen Emders Johannes Clemens, der 1942 in der Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück verstarb, wurden von den Teilnehmern des Geschichtskurses eindrucksvoll vorgetragen.

Viele der circa hundert Besucherinnen und Besucher hatten nach der Darbietung des Schicksals von Johannes Clemens Tränen in den Augen. Einige der älteren Besucher dankten den Akteuren explizit für ihr Engagement gegen das Vergessen.